„Dir und mir droht die Mobilmachung für die Armee – mit welchem Ziel?“

Eine Gruppe russischer Aktivisten hat uns gebeten, den folgenden Aufruf international durch das Internationale Verbindungskomitee (IVK) bekannt zu machen

AUFRUF AUS RUSSLAND

„Dir und mir droht die Mobilmachung für die Armee – mit welchem Ziel?“

»Russland verfügt über eine Million Soldaten in der regulären Armee und zwei Millionen Reservisten. Warum berufen sie nicht diejenigen ein, deren Beruf der Krieg ist, statt uns an die Front zu schicken und uns aus unserer Arbeit und unseren Familie rauszureißen? Unser Leben ist dazu bestimmt, unsere Familien zu ernähren und unsere Kinder aufzuziehen!

Jetzt werden aber die 340.000 Soldaten der Streitkräfte Russlands nicht in den Krieg geschickt, sondern um unsere Frauen und Mütter zu verprügeln, die in der Öffentlichkeit gegen die Mobilmachung von Kanonenfutter protestieren!

Und was haben wir im Übrigen mit diesem Krieg zu tun? Niemand hat unser Land angegriffen!

Ein Krieg wofür? Um die „Faschisten“ zu schlagen? Welche Faschisten sind gemeint, wenn im Kreml ein Putin residiert, der Iwan Iljin (1) bewundert, den Gründer des russischen Faschismus in den 1930er Jahren; ein weißrussischer Emigrant, der für die Hitler-Diktatur arbeitete und Bücher geschrieben hat wie 1927 »Der russische Faschismus«, gewidmet „meinen weißen Brüdern, den Faschisten“, oder »Der Nationalsozialismus, ein neuer Geist«, zur Unterstützung der Machtübernahme der Nazis in Deutschland. Iwan Iljin hat auch einen Verfassungsentwurf für ein christlich-faschistisches Russland unter einem „nationalen Diktator“ verfasst, der „vom Geist der Totalität geleitet“ würde. Putins bevorzugter Philosoph betrachtete Mussolini und Hitler als herausragende Regierungschefs, die Europa durch Zerstörung der Demokratie gerettet haben sollen.

Die Eroberung neuer Gebiete? Das sind zweifellos Hitler‘sche Pläne!

Und wir werden ins Gemetzel geschickt von einem Mann, der die deutschen faschistischen Henker verehrt, die verantwortlich sind für unsere 27 Millionen Tote, – und den es nach noch mehr Toten gelüstet!

Er will uns sterben sehen, um unseren Familien die Väter, Brüder und Söhne zu rauben.

Unseren Herrschenden reicht es nicht, wenn sie unsere Arbeit das ganze Jahr über bei einem Elendslohn ausbeuten und uns zur Maloche am Wochenende zwingen, ohne dass wir mit den Arbeitgebern diskutieren können, die mit Entlassung drohen.

Sie sind nie zufrieden mit dem enormen Reichtum, den sie mit unserem Schweiß, mit Öl und Gas angehäuft haben!

Jetzt hat das System beschlossen, die Grenze unserer Widerstandskraft zu durchbrechen, sie wollen unserem Leben in Frieden und dem unserer Familien ein Ende bereiten!

Am 21. September bei der Ankündigung der Mobilmachung sprach Verteidigungsminister Sergej Schoigu davon, dass ca. 6.000 russische Soldaten gefallen seien. Wir wissen jedoch, dass dies nur die offizielle, bei weitem untertriebene Zahl ist. Und wie viele Verwundete und Amputierte gibt es, wie viele Invaliden, Blinde, Taube, Schwerverwundete, Traumatisierte? Als Invalide in Russland weiß man, welches Schicksal einen erwartet. Als Invalide erhältst Du deinen Arbeitsplatz nicht zurück, Du kannst deine Familie nicht länger ernähren, vielmehr muss diese für dich sorgen und deinen Henkelmann füllen!

Rettet eure Haut!

Das System kümmert sich einen Dreck um die Bürger, und deshalb ist es höchste Zeit, eure Familie zu retten! Wenn ihr einberufen werdet, aber nicht an der Kaserne erscheint, werden sie euch vergessen. In Russland gab es immer den bürokratischen Saustall, sie werden euch nicht verfolgen, sondern nur diejenigen einkassieren, die von selbst in ihre Falle tappen. Ändert euren Wohnort, flieht ins Ausland! Es wird nicht lange dauern, früher oder später ist Putin erledigt… Putin will seine Haut noch für einige Monate retten, und dafür 300.000 Bürger oder sogar eine Million zur Schlachtbank schicken, die Zahlen sind geheim! Leistet ihm keine Hilfe!

Wenn ihr schon an der Front seid, sabotiert die Befehle, wir selbst warten lieber und gehen ins Gefängnis, bis der „Führer“ verreckt, als zu sterben oder Invalide zu werden! Selenskyjs Aufforderung zur Kapitulation ist nicht realistisch, wir werden es nicht bis zur Front schaffen, sondern eine 100 km entfernte Rakete lauert bereits auf uns. Bringt euch und eure Familie in Sicherheit!

Oktober 2022

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(1) Putin hat seine Rede am 30. September tatsächlich mit einem langen Zitat von Ivan Iljin beendet. Die Red. 

erschienen in

Soziale Politik & Demokratie, Nr. 476

EUROPÄISCHE Dringlichkeitskonferenz

                                                          am 9. APRIL 2022

Nieder mit dem Krieg!

Weder Putins Russland noch die Nato!

Nein zur Nationalen Gemeinsamkeit mit den kriegsführenden Regierungen!

Die Neue Linke Strömung (NAR) und die Unabhängige Arbeiterpartei (POI) haben in Griechenland und Frankreich seit mehreren Monaten dafür gekämpft, die Arbeiter und Aktivisten in ganz Europa zu verbinden, die seit dem Kriegsausbruch am 24. Februar mit einer beispiellosen Offensive gegen alle Errungenschaften der Arbeiterklasse konfrontiert sind.

Wir wenden uns an alle Aktivisten, Gruppen und Organisationen:

  • die es ablehnen, in den von Russland, den USA und der NATO entfesselten Krieg hineingezogen zu werden, einen Krieg, den die Völker nicht wollen;
  • welche die von den Regierungen geforderte Nationale Gemeinsamkeit für die Liquidierung aller sozialen Errungenschaften ablehnen.

Seit der militärischen Invasion in die Ukraine am 24. Februar wurden viele Städte von Putins Artillerie bombardiert. Über 3 Millionen Ukrainer flohen seit dem Bombenterror und den mörderischen Kämpfen ins Ausland. Ihrerseits entsenden die Regierungen unter dem Oberkommando der Nato (darunter Frankreich und Griechenland) Zigtausende Soldaten an die Grenzen Russlands und der Ukraine, von den baltischen Ländern bis nach Rumänien.

Die USA, die Europäische Union und die Nato haben ständig die ukrainische Oligarchie unterstützt, die verantwortlich ist für die Plünderung und den Zerfall des Landes, was das ukrainische Volk zu Armut und Emigration verurteilte. Während Putin den großrussischen Nationalismus gegen das ukrainische Volk wiederbelebte, unterstützten sie die prokapitalistischen Regierungen der Ukraine, welche die Zeit der Nazi-Besetzung legitimiert haben. Das rechtfertigt natürlich auf keinen Fall, dass sich die russische Regierung auf die „Entnazifizierung“ der Ukraine beruft, was ganz klar ein Vorwand ist, um ihre geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen zu befriedigen.

Die Entscheidung der US-Regierung unter Biden, am 8. März den Befehl zum Stopp des Imports von Gas und Öl zu erteilen, enthüllt den tieferen Grund für diese barbarische Eskalation. Konzerne und Oligarchen stehen in einem brutalen Konkurrenzkampf um die Aufteilung eines übersättigten Weltmarktes.

Die US-Regierung und ihr bewaffneter Arm, die Nato, spannen alle EU-Regierungen vor ihren Karren. Selbst wenn die stärksten von ihnen, Deutschland und Frankreich, gleichzeitig ihre eigenen Sonderinteressen in Russland haben, gilt das „America First“. Unter diesem Druck arbeiten die Generalstäbe der imperialistischen Monopole an einer von den europäischen Institutionen koordinierten Umwälzung, die den Produktionsapparat der europäischen Länder zu zerstören droht, sowie der gesamten gesellschaftlichen Verhältnisse, die auf der Anerkennung der politischen und sozialen Errungenschaften der Arbeiterklasse gründen.

Diese Umwälzung verurteilt Millionen Arbeiter*innen und ihre Familien zu Arbeitslosigkeit, Elend und Krieg.

Die Regierungen werden gedrängt, die Rüstungshaushalte in einem Rhythmus zu erhöhen, wie das Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nie erlebt hat. Die Regierung Scholz hat schon eine nach 1945 einmalige Steigerung des deutschen Militärhaushalts um 100 Mrd. Euro beschlossen, sowie die Entsendung von Waffen und Soldaten in die Nachbarländer des Konflikts.

Auf dem am 10. und 11. März von Macron in Versailles einberufenen EU-Gipfel trafen die Regierungschefs eine Übereinkunft. Die 27 Mitglieder der Europäischen Union beschlossen jeweils eine Erhöhung ihrer Militärbudgets in den nächsten fünf bis sieben Jahren auf insgesamt 2 Billionen Euro.

Der Krieg in der Ukraine bedeutet den Beginn einer neuen Periode, in der die Rivalitäten unter den Kapitalisten zunehmend mit Waffen ausgefochten werden. Die Intensivierung dieser Rivalitäten bedroht das nackte Überleben der Menschheit.

Die Anschuldigungen der USA und der EU-Mitgliedstaaten gegen Russland sind absolute Heuchelei: Es sind die gleichen Kräfte, die zum Zerfall Jugoslawiens beigetragen haben, indem sie den Balkan in einem Blutbad ertränkt haben; es sind die gleichen, die in den Irak und viele andere Länder eingedrungen sind… Heute beruht die exponentielle Steigerung der Militärausgaben der gesamten EU, die sich in die aggressive Strategie der USA und der NATO und in die allgemeine Vorbereitung des Krieges einbindet, auf Plänen des Imperialismus. Diese Flucht nach vorn ist voller Gefahren. In Griechenland z.B. wird Alexandroupolis in eine Drehscheibe der Nato-Offensive gegen den Norden verwandelt, wird die strategische Basis von Souda in Betrieb genommen, beteiligt sich der griechische Staat immer mehr militärisch an allen möglichen Konflikten, was neue Unruhen anheizt – ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Folgen, unter denen das Volk leidet.

Die Völker wollen keinen Krieg.

Weder das russische Volk noch das ukrainische Volk wollen den Krieg.

In Russland demonstrieren trotz der Unterdrückung und Zigtausenden Festnahmen die Bevölkerung, die Jugendlichen und die Mütter mit unglaublichem Mut gegen den Krieg, für die Rückkehr der Soldaten.

Demonstrationen gegen den Krieg finden in Italien, Spanien, Griechenland, Frankreich statt. In Deutschland fordern Massendemonstrationen den Frieden, während die Regierung Scholz das Land aufrüstet. In vielen Ländern (besonders in Spanien und Griechenland) haben Demonstrationen gegen die Nato-Militärbasen in Europa stattgefunden.

Die Regierungen im Dienste des Kapitals fordern im Namen des Krieges die Heilige Allianz (die Nationale Gemeinsamkeit von Volk und Regierung, Anm. für deutsche Ausgabe). Es waren die spanischen Unternehmer, die erklärt haben: „Die Realität ist, dass wir uns im Krieg befinden. Das ist ein sehr wichtiger Zeitpunkjt, um die Löhne einzufrieren.“ Oder wie die schwedische Ministerpräsidentin auf dem europäischen Gipfel in Versailles erklärte: „Ich würde gern das Geld der Steuerzahler in die Schulen und Renten investieren, doch wir müssen das Geld für die Verteidigung ausgeben.“

Sie rufen zur Heiligen Allianz auf, während die Vernichtung von Millionen Arbeitsplätzen vorbereitet wird. Sie fordern die Heilige Allianz, während der Krieg und die Sanktionen gegen Russland die Spekulation vorantreibt und zur Preisexplosion bei Rohstoffen und Konsumgütern führt.

Sie rufen zur Heiligen Allianz auf, weil sie die Lohnabhängigen und ihre Organisationen mundtot machen wollen, während die brutalsten Maßnahmen gegen die Renten angekündigt werden, gegen die sozialen Rechte, gegen die öffentlichen Dienste, gegen sämtliche Flächentarifverträge.

Im Namen der Heiligen Allianz fordern die Regierungen von den Arbeiter*innen, dass sie auf ihre Forderungen und Freiheiten verzichten. Das haben sie gestern im Namen der Pandemie getan, unter dem Einsatz einer wahren Schockstrategie, kombiniert mit einer systematischen Kampagne, um die Bevölkerung für eigenverantwortlich und schuldig zu erklären. Das diente als Speerspitze eines umfassenden Angriffs auf alle sozialen Errungenschaften. Dazu würden sie gerne den Krieg mit seiner viel größeren Dimension nutzen.

Wir sagen: Dieser Krieg ist nicht unser Krieg, er wird für die Interessen der Konzerne und Multis geführt. Die Völker haben nichts zu erwarten, nichts zu gewinnen von dem imperialistischen Konkurrenzkampf, von kriegsführenden Regierungen, egal welchen Landes.

Trotz der Propaganda und des Drucks von allen Seiten kämpfen wir gegen die Regierungen und Kapitalisten für die Verteidigung der Unabhängigkeit unserer Arbeiterorganisationen und dafür, dass sie sich weigern, sowohl auf die Forderungen zu verzichten als auch auf die Verteidigung aller sozialen Errungenschaften und Freiheiten und den Kampf für eine bessere Zukunft in einer anderen Gesellschaftordnung.

Wir müssen in jedem Land des Alten Kontinents dazu beitragen, den Arbeiter*innen zu helfen, die Nationale Gemeinsamkeit abzulehnen und sich als Klasse zusammenzuschließen, um die Pläne für die angebliche „Transformation/Reorganisation“ der Produktion und der gesellschaftlichen Verhältnisse zu durchkreuzen. Das ist das einzige Mittel, um den Mechanismus des Krieges zu stoppen. Nur durch den ständigen Kampf gegen den „Feind in unserem eigenen Lande“, gegen das Kapital und die Regierungen in seinem Dienst, können die Arbeiter*innen die höllische Spirale stoppen und den Frieden durchsetzen.

Während der Krieg mit seinen Schrecken erneut im Herzen Europas wütet, ist es dringend notwendig, sich zu treffen und über gemeinsame Kämpfe gegen die kriegstreibenden Regierungen, die die furchtbarsten sozialen Zerstörungen anrichten, zu diskutieren.

Deshalb rufen wir die Aktivisten, Gruppen und Organisationen zu einer Dringlichkeitskonferenz gegen den Krieg auf.

• Nieder mit dem Krieg!

• Stopp der Bombardierung!

• Rückzug von Putins Truppen aus der Ukraine!

• Sofortiger Stopp der militärischen Eskalation von Nato-USA-EU!

• Nein zu den Rüstungsprogrammen!

• Weder Putins Russland noch die Nato!

• Nieder mit den kriegsführenden Regierungen!

 

Anmeldung und Kontakt in Deutschland: Gotthard Krupp, GotthardKrupp@t-online.de, Fax 030 3131662

„ES GIBT ÜBERHAUPT KEINEN ZWEIFEL, DASS NUN EIN GEOGRAFISCH UND DEMOGRAFISCH VEREINTES PALÄSTINA ENTSTEHT“

Die Mitglieder der Kampagne für einen einheitlichen demokratischen Staat auf dem ganzen historischen Gebiet Palästinas, One Democratic State Campaign (ODSC), beteiligen sich direkt an der Erhebung des palästinensischen Volkes: bereits am 5. Mai 2021 veröffentlichte die One Demokratic State Campaign ein Kommuniqué, in dem sie die Intervention der israelischen Armee im Gazastreifen auf das Schärfste verurteilt. Sie ruft „alle Organisationen der zivilen Gesellschaft und alle Menschen, die für die Freiheit eintreten“ dazu auf, „umgehend Druck auf ihre Regierungen auszuüben, damit diese von dem Staat Israel fordern, den völkermörderischen Krieg gegen die Palästinenser in Gaza einzustellen (…) und die Blockade aufzuheben“. Am 11. Mai betitelte die ODSC ihr Kommuniqué mit der Zeile: „Die Volksrevolution ist der einzige Weg für das besetzte Palästina.“

Awad Abdelfattah, Mitkoordinator der Kampagne für einen einheitlichen demokratischen Staat

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Erneut wird das palästinensische Volk Opfer einer Unterdrückungsoffensive

Die Zusammenstöße nehmen zu, die israelische Polizei organisiert eine brutale Unterdrückung. Der Staat Israel versucht die Aufmerksamkeit abzulenken, indem er erneut den Gazastreifen beschießt, was zu Dutzenden von Toten und Hunderten von Verletzten führt.

Der Abend des 10. Mai war geprägt von Dutzenden Kundgebungen, Szenen des Aufstands in mehreren Städten und Dörfern von Galiläa (Al Jalil). Die Stadt Haifa wurde von der Polizei besetzt. Ein Demonstrant wurde von der israelischen Polizei in Lod, nahe Tel Aviv, getötet. Im Westjordanland wurden in Djenine und Ramallah Demonstrationen zur Unterstützung von der Palästinensischen Autonomiebehörde unterdrückt.

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Aufruf für eine Anklageschrift gegen den Kapitalismus

Es ist ein wahrhafter Tsunami, der den ganzen Planeten verwüstet. Die „Verwaltung“ der Pandemie durch das Kapital löst eine weltweite Katastrophe aus, die sehr brutal alle Völker trifft. Diese Pandemie schafft eine hervorragende Gelegenheit für die Milliardäre, deren Vermögen in ungeahnte Höhen schießt.

Diese in solchem Ausmaß noch nie dagewesene Situation ist dramatisch und unterstreicht die kriminelle Verantwortung des Kapitals und der ihm dienenden Regierungen, sowie der UNO, des IWF und der WHO, für die Zerstörung sämtlicher sozialen Errungenschaften und der Zivilisation. Das betrifft v.a. das Gesundheitswesen mit der zerstörerischen Politik gegen die Krankenhäuser, aber auch der Unterwerfung der wissenschaftlichen Forschung unter das Profitstreben der Pharmakonzerne.

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GEMEINSAME ERKLÄRUNG

Für die Verteidigung und die Rückeroberung der Errungenschaften von 1936 und 1945 (CNRR) (Frankreich)

und NAR – für die Kommunistische Befreiung (Griechenland)

März 2021

Die Erschütterung hat alle Regierungen überrascht. Ende Januar explodierte die Lage in den Niederlanden. Sofort brandmarkten die Presse und die willigen Medien die Demonstrationen als rechtsextrem. Doch es dauerte nicht lange, bis die Wahrheit ans Licht kam. Zündfunke war die von der niederländischen Regierung beschlossene Sperrstunde. Die Wut brach in den Armenvierteln aus, in denen die Bevölkerung mit voller Wucht von den zerstörerischen Folgen der beschlossenen Regierungsmaßnahmen – angeblich im Namen des Kampfes gegen die Epidemie – getroffen wird. Tausende Arbeiter haben ihre Arbeit verloren und können auf keinen Fall eine neue Arbeit finden, sei sie auch prekär.

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USA: „Ein globales Ereignis“

Der Angriff auf das Capitol am 6. Januar führte nicht nur in den USA, sondern auch auf internationaler Ebene zu einer Erschütterung.

Verantwortliche der Demokratischen Partei, aber auch der Republikanischen Partei, ehemalige Präsidenten der Vereinigten Staaten sowie Vertreter der Arbeitgeberverbände haben unverzüglich auf den Abgrund reagiert, der sich unter ihren Füßen auftat. Eine Mega-Krise! Eine Krise der herrschenden Klasse in den USA.

Die Demokraten sind seit den Vorwahlen tief gespalten, während die Republikanische Partei dabei ist zu implodieren. Das Zwei-Parteien-System, die klassische Form der politischen Herrschaft in den USA, wurde tödlich getroffen.

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Zur Verteidigung des venezolanischen Volkes

Paris, 30. Juli 2020

Liebe Kolleg*innen,

wir haben von den venezolanischen Genossen, Mitgliedern des IVK (Internationales Verbindungskomitees), unten stehenden  Aufruf zur internationalen Solidarität erhalten –  gegen die Einmischung der verschiedenen imperialistischen Regierungen, allen voran der U.SA., aber auch der europäischen Regierungen und Institutionen gegen Venezuela.

Der Aufruf unserer Genossen berichtet über die jüngsten Maßnahmen der britischen und der Schweizer  Regierung, die man als Plünderung bezeichnen könnte, sowie über die von der EU ratifizierten Maßnahmen. Diese Maßnahmen kommen zu den systematischen Schikanen der Trump-Administration hinzu, die sogar so weit geht, Venezuela mit einer militärischen Intervention zu bedrohen.

Liebe Freunde, liebe Kolleg*innen,

Wir bitten Euch, der Bitte unserer venezolanischen Kolleg*innen größte Aufmerksamkeit zu schenken und so bald wie möglich positiv darauf zu antworten.

Louisa Hanoune und Dominique Canut,

Koordinatoren des Internationalen Verbindungskomitees der Arbeiter*innen und Völker

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Caracas, Venezuela, 16. Juli 2020

An Genossin Louisa Hanoune  und Genossen Dominique Canut, Koordinatoren des Internationalen Verbindungskomitees  (IVK)

Wir hoffen, dass der vorliegende Brief Euch allen, dem IVK, sowie den Gewerkschaftsgenoss*innen aus den verschiedenen lateinamerikanischen Ländern die Möglichkeit gibt, Eure Solidarität mit unserer Nation, mit dem Widerstand der venezolanischen Werktätigen zum Ausdruck zu bringen, d.h. eine echte Demonstration des von der IAV praktizierten Internationalismus. Weiterlesen

Vereinigte Staaten: 155 Jahre nach der tatsächlichen Abschaffung der Sklaverei

von Devan Sohier

Am 19. Juni 1865, zwei Jahre nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten, wurden die letzten Sklaven in Texas freigelassen. In mehreren Staaten ist der 19. Juni ein Feiertag, Juneteenth genannt. Mit den Massenprotesten in den Vereinigten Staaten gegen die Polizeigewalt gegen Schwarze hat das Datum in diesem Jahr eine besondere Bedeutung bekommen. Zahllose Demonstrationen mit Märschen, die noch immer mit großer Beteiligung durchgeführt werden, fanden am 19. Juni statt. Die Demonstrationen wurden von einer großen Anzahl von Gewerkschaften unterstützt und sehr viele Gewerkschaftsmitglieder nahmen teil. Die Entscheidung der ILWU, der Gewerkschaft der Hafenarbeiter der Westküste (die die AFL-CIO 2013 verließ), einen Streik am 19. Juni auszurufen, ist ein konkreter Akt der Unterstützung, der die ganze politische Situation kennzeichnet. In den großen Häfen der Westküste in Seattle und Oakland führten Mitglieder der ILWU Märsche tausender Demonstranten an. In Oakland entschied die Polizei, ihre Präsenz auf ein Minimum zu beschränken, und überließ die Organisation des Marsches den gewerkschaftlichen Vertrauensleuten.
Das ist in den Vereinigten Staaten ein wichtiges Ereignis , wo ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung den Gewerkschaften misstraut: obwohl die AFL-CIO immer die Gleichheit zwischen Weißen und Schwarzen in Worten verteidigte, organisierten einige AFL-CIO Gewerkschaften bis in die 1960er Jahre keine Schwarzen, die als überausgebeutete Arbeitskräfte als Bedrohung für die Arbeitsbedingungen der weißen Arbeiter angesehen wurden. Der ILWU Streik, die von vielen Lehrergewerkschaften vertretene Position, die Polizei aus den Schulen zu entfernen, und die anhaltende Debatte über die Zugehörigkeit der Polizeigewerkschaften zur AFL-CIO sind heute umso wichtiger. 

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Einladung zu einem europäischen Treffen 2021

Das Europäische Korrespondenzkomitee hat uns über den Vorschlag der NAR (Neue linke Strömung in Griechenland) für eine Einladung zu einem Treffen informiert, mit dem sie sich an das Internationale Verbindungskomitee (IVK) gewandt hat. Die NAR hat sich aktiv an den Kämpfen für die Verteidigung des öffentlichen Gesundheitswesen in Griechenland beteiligt, für den Stopp der Privatisierung der großen öffentlichen Einrichtungen und die Beendigung der Verteuerung des Wohnraums für die Arbeiter und die breite Bevölkerung engagiert. Untrennbar davon ist die Forderung nach Annullierung der Schulden, Nationalisierung des Bankensystems und der anderen großen Unternehmen und Einrichtungen.

Wir laden kommunistische, antikapitalistische und anti-imperialistische Kräfte zu einem Treffen für eine Diskussion über programmatische Fragen und Initiativen zur gemeinsamen Aktion auf internationaler Ebene ein.

I. Wir leben in einer Periode von großen Widersprüchen und von Ausbrüchen der Offensive des Kapitals, des Imperialismus und der Regierungen auf Weltebene. Die Ausbeutung der Welt der Arbeit intensiviert sich. Der Krieg, der bürgerliche Totalitarismus und die Staaten des „nationalen Notstandes“, der Rassismus und der Neofaschismus sind an der Tagesordnung. Die Zerstörung der Umwelt für den kommerziellen und überbordenden Kapitalismus, die eine große Verantwortung an der Pandemie des Corona-Virus hat, zeigen, dass der Kapitalismus über den Arbeiter hinaus auch die Natur zerstört.

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