Mujahidin Lakhdar Bouregâa beginnt einen Hungerstreik im Gefängnis El Harrach.

Der Mudschaheddin Lakhdar Bouregâa, der seit Juni dieses Jahres im Gefängnis El Harrach inhaftiert ist, hat einen Hungerstreik begonnen, kündigte Rechtsanwalt Nabila Smail heute an.

Bouregâa, 86, schließt sich den Dutzenden von Gefangenen aus Gewissensgründen an, die am vergangenen Freitag einen BouregaaHungerstreik begonnen haben, um gegen ihre Inhaftierung zu protestieren.

„Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan, um Häftlinge davon abzuhalten, diese Maßnahmen zu ergreifen, denn das Regime lässt sich nicht durch die Toten stören. Wir haben das im Fall Kamel Eddine Fekhar (….) bereits gesehen“, sagte Herr Nabila Smail auf einer Pressekonferenz am Hauptsitz von SOS disparés (Verschwundenen) in Algier.

Bouregâa, ehemaliger Kommandant der Nationalen Befreiungsarmee, ist wegen „Angriffs auf die Moral der Armee“ und „Beleidigung eines Verfassungsorgans“ angeklagt.

elwatan.com – 7. Oktober 2019.

RESOLUTION DES 5. VER.DI BUNDESKONGRESS | LEIPZIG, 27.09.2019

Der 5. ver.di Bundeskongress tritt für die weltweite Demokratiebewegung und umfassende Gewerkschaftsrechte ein

Daher erklärt sich ver.di solidarisch mit dem algerischen Volk, das seit dem 22. Fe

01 verdi Buko

bruar in wöchentlichen Massendemonstrationen zu Millionen für den Regimewechsel und die Demokratie auf die Straße geht.

ver.di unterstützt den Kampf der Arbeitnehmer*innen Algeriens für das Recht auf unabhängige Gewerkschaften, für freie gewerkschaftliche Betätigung und Streik.

ver.di protestiert ausdrücklich gegen die Verhaftungen und Repressalien zur politischen Unterdrückung der Volkserhebung und fordert die sofortige Freilassung:

  • von Louisa Hanoune, Generalsekretärin der algerischen Arbeiterpartei (PT);
  • von Lakhdar Bouregaâ, dem 86jährigen Helden des algerischen Unabhängigkeitskrieges und Gründungsmitglied der Front der Sozialistischen Kräfte (FFS),
  • sowie aller politischen Gefangenen in Algerien!

Der ver.di Bundeskongress wendet sich im Namen seiner Mitglieder und Gliederungen mit diesen Forderungen an die Regierung Algeriens und die algerische Botschaft in Berlin.


Weitere aktuelle Informationen und Hintergründe: IAV Briefe Nr. 15

Weitere Informationen auf französisch: Note d’information n°14

 

LOUISA HANOUNE VOM MILITÄRGERICHT ZU 15 JAHREN STRENGER HAFT VERURTEILT

„Die Verurteilung von Louisa Hanoune geschah ohne Beweise“

Der Anwalt Mokrane Ait Larbi hat gestern auf das Kommuniqué des Militärgerichts geantwortet. Als Anwalt von Louisa Hanoune, Generalsekretärin der PT, hat er dementiert, dass der Prozess, der gestern mit der Verurteilung von Louisa Hanoune, Said Bouteflika, Mohamed Mediene und Athmane Tartag zu 15 Jahren Gefängnis endete, öffentlich gewesen sei.

(Alle Texte zum download 015 IAV Briefe)

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ERÖFFNUNG DES PROZESSES GEGEN LOUISA HANOUNES AM 23. SEPTEMBER

Die PT teilt in einer Pressemitteilung vom 13. 9. 2019 mit, dass das Militärgericht 14 L Hanounebeschlossen hat, am 23. September den Prozess gegen Louisa Hanoune gemeinsam mit dem für Said Bouteflika, Tartag, Toufik und Louisa Hanoune. durchzuführen.

Dies ist eine politische Entscheidung, um die These zu unterstützen, dass Louisa Hanoune keine politische Gefangene sei, sondern wegen einer Verschwörung mit dem Bouteflika-Clan vor Gericht gestellt wird. Es ist ein Versuch, ihr politisches Handeln zu kriminalisieren. (…)

Louisa Hanoune ist jetzt den fünften Monat in der Untersuchungshaft im Zivilgefängnis von Blida. Sie hat dreimal bei den Präsidentschaftswahlen kandidiert und wurde fünfmal in das Parlament Algeriens gewählt. Sie ist international bekannt für ihr politisches Engagement für die Souveränität der Nationen.

Die Forderung nach ihrer Freilassung wird von Gewerkschaften und Gewerkschaftskolleg*innen, von politischen Organisationen und Aktivisten aus 93 Ländern unterstützt. Das Ständige Sekretariat der PT spricht allen Parteien, Organisationen, nationalen Persönlichkeiten und Bürgern, die sich stets uneingeschränkt mit der PT und ihrer Generalsekretärin solidarisch gezeigt haben, seinen Dank aus.

Die Ankündigung des Prozesses durch das Militärgericht unterstreicht die dringliche Notwendigkeit, die Kampagne für die Freilassung von Louisa Hanoune zu intensivieren. Alle politischen, demokratischen und gewerkschaftlichen Aktivisten, Organisationen der demokratischen und Arbeiterbewegung, die ihren Platz an der Seite des algerischen Volkes sehen, das seit dem 22. Februar zu Millionen auf die Straße geht für die Forderungen: „Weg mit dem Regime“, „Nein zu einem Militärstaat“, „Freilassung der politischen Gefangenen!“ sollten entsprechende Initiativen der Solidarität für die Freilassung von Lousia Hanoune, Lakhdar Bouregaâ und alle politischen Gefangenen ergreifen.

Zum Download: 014 IAV Briefe mit einer Übersicht der deutschen Unterstützer*innen, sowie Dokumenten aus Algerien.

Internationale Ergebnisse der Kampagne auf

englisch Information Nr. 13 ang

französisch Note n°13 FR

 

ZUM DRITTEN MAL LEHNT DAS MILITÄRGERICHT DIE HAFTENTLASSUNG VON LOUISA HANOUNE AB.

zum Inhalt:

  • PM der PT: zur Ablehnung der Haftentlassung
  • PM der PT: Nach der Barbarischen Aggression gegen Salah Babouz
  • ERKLÄRUNG des Treffens der Kräfte für eine Demokratische Alternative: Für die Freilassung aller wegen ihrer Überzeugung Inhaftierten, für die demokratischen Freiheiten

zum download 013 IAV Briefe

Louisa Hanoune ist jetzt den fünften Monat in der Untersuchungshaft im Zivilgefängnis von Blida. Weiterlesen

PARTEIVORSTAND DER SPD ZUR INHAFTIERUNG VON LOUISA HANOUNE

Im Namen der Teilnehmer*innen der Delegation zur Botschaft Algeriens in Berlin am 20. Juni 2019 und weiterer Unterstützer*innen der Kampagne für die Freilassung von Louisa Hanoune aus Berlin, schrieben 16 Sozialdemokrat*innen und Gewerkschafter*innen am  5. Juli 2019 an den Parteivorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. In dem Schreiben heißt es: „Wir wenden uns an Euch mit der dringenden Bitte, Euch aktiv für die unverzügliche Freilassung von Louisa Hanoune einzusetzen. Wir wünschen uns sehr, dass Ihr uns über Eure Schritte für die Freilassung von Louisa Hanoune und aller politischen Gefangenen in Algerien informiert.“

Im Folgenden veröffentlichen wir hier die Antwort des Parteivorstandes der SPD. 011 IAV 190828 em

Betreff: Protest gegen die Inhaftierung von Louisa Hanoune in Algerien

Lieber Volker,

liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Briefes an den PV,

Euer Einsatz für die Freilassung politischer Gefangener in Algerien ist bedeutsam und ein wichtiges Signal internationaler Solidarität. Gerade auch für unsere gesamte Parteienfamilie. Für Euer Engagement möchte ich mich daher bedanken!

Wir sehen die jüngste Demokratiebewegung in Algerien voller Hoffnung und verfolgen die innenpolitische Lage im Land sehr aufmerksam. Das gilt insbesondere auch für die algerische Arbeiterpartei und Luisa Hanoune. Die Lage ist weiterhin äußerst fragil und erfordert eine umsichtige Begleitung der Entwicklungen. Wir halten diesbezüglich engen Kontakt mit unseren Schwesterparteien in der Region – bilateral und im Rahmen der Progressiven Allianz.

Mit solidarischen Grüßen

Rainer Vogt

Internationales Sekretariat

 

 

 

DROHT EIN PROZESS ?

zum download: 009 IAV Briefe

Canal 3, der nationale Radiosender Algeriens, kündigte am 4. August die bevorstehende Eröffnung der Prozesse gegen Said Bouteflika (Bruder von Präsident Bouteflika), Toufik, Tartag (ehemaliger Chef der Sicherheitsdienste) und von Louisa Hanoune an.

Herr Brahimi, der Anwalt von Bouteflika, dementierte sofort: „Die Informationen des Radios sind definitiv falsch. Der Fall wird noch untersucht. „

Aber… Canal 3 ist ein nationaler Radiosender, was bedeutet, dass er durch das Regime kontrolliert wird und seine „Information“ gibt einen Hinweis. Wir werden sehen, was in den nächsten Tagen passiert. Weiterlesen

Es ist der dritte Monat, in dem sich Louisa Hanoune weiter willkürlich in Haft eines Militärgerichtes befindet

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

am Montag, den 15. Juli, lehnte der Richter des Militärgerichtshofs in Blida zum dritten Mal den Antrag auf vorläufige Freilassung von Louisa Hanoune ab. Damit befinden wir uns im dritten Monat, in dem die Generalsekretärin der Arbeiterpartei Algeriens (PT) im Gefängnis sitzt. Das bedeutet also, dass wir unsere Anstrengungen fortführen und noch verstärken müssen, um die internationale Kampagne für die Freilassung von Louisa Hanoune und damit für alle politischen Ge­fangenen in Algerien weiter auszubauen.

Lest hier die Mitteilung der Arbeiterpartei Algeriens zu dieser willkürlichen Haltung des Militärgerichtes:

Kommuniqué der Arbeiterpartei Algeriens (PT) vom 15. Juli 2019

Das Permanente Sekretariat des Politischen Büros der Arbeiterpartei möchte die Öffentlichkeit darüber informieren, dass Louisa Hanoune weiterhin in Untersuchungshaft bleiben muss.

Das Militärgericht in Blida hat am heutigen 15. Juli 2019 zum dritten Mal einen Antrag ihrer Rechtsbei­stände auf Haftverschonung für Louisa Hanoune abgelehnt.

Sie ist seit der Zeit der nationalen Tragödie(*) die erste Chefin einer Partei, die wegen ihrer politischen Positionen in Haft sitzt.

Louisa Hanoune, eine politische Gefangene, willkürlich festgenommen und seit dem 9. Mai 2019 in Haft, beginnt somit ihren dritten Monat im Gefängnis.

Wie ihre Anwälte erklären, hat die Generalsekretärin der PT alle erforderlichen Garantien für eine Haft­verschonung gegeben und zugesichert, jederzeit zur Verfügung der Justiz zu bleiben.

Diese Ungerechtigkeit muss aufhören. Es gibt nicht einen wirklichen Grund, sie in Untersuchungshaft zu belassen, die de facto eine Verurteilung ohne Verfahren bedeutet, da man sie seit 68 Tagen ihrer Freiheit und ihrer politischen und bürgerlichen Rechte beraubt.

Die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft von Louisa Hanoune reiht sich ein in die neue Offensive der Herrschenden gegen die Demokratie und die Freiheiten.

Die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft von Louisa Hanoune sowie die des Mudschaheddin Lakhdar Bouregaâ und Dutzender weiterer wegen ihrer Überzeugungen Inhaftierten kündigt eine weitere Ver­schärfung der Methoden an, die seit ihrer Verhaftung am 9. Mai in Anwendung kommen.

Die PT und das Nationale Komitee für die Befreiung von Louisa Hanoune tagen fast ohne Unterbrechung, um Mittel und Wege zu finden, um auf dem Feld der Demokratie die Mobilisierung zu verstärken und zu erweitern, um die sofortige und bedingungslose Freilassung der Generalsekretärin der PT zu fordern und zu erreichen.

Freiheit für Louisa Hanoune!

Freiheit für Lakhdar Bouregaâ!

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Das Permanente Sekretariat des Politischen Büros der PT

Algier, 15.07.2019, 13:45 Uhr

(*) Mit „Zeit der nationalen Tragödie“ (auch das „Schwarze Jahrzehnt“ genannt) ist die Zeit der 1990er Jahre, in der ein mörderischer Krieg zwischen islamistischen Aktivisten und dem System gewütet hat, den mehr als 200.000 Menschen mit ihrem Tod bezahlt haben.

Erster Überblick zum Internationalen Aktionstag

Liebe Kolleg*innen,

Die Kampagne für die Freilassung von Louisa Hanoune, Generalsekretärin der Arbeiterpartei (PT) Algeriens hat nach Angaben eines Sprechers der PT bisher weltweit in 77 Ländern ein Echo gefunden.

Zahlreiche Delegationen zu den Botschaften und Konsulaten Algeriens und Versammlungen wurden am 20. Juni, dem Internationalen Tag organisiert, um die Freilassung von Louisa Hanoune zu fordern.

Anbei ein erster Überblick über Delegationen in anderen Ländern zur algerischen Botschaften, sowie einen Bericht zu einer Solidaritäts-Veranstaltung im Büro der algerischen PT.

in Deutsch: 006 IAV Briefe em

in Französisch: 03_Note EIT n°8_compressed

in Englisch: 01_ILC information note 8_compressed