GUADELOUPE Ja, die Kolonisation ist ein Verbrechen!

Élie Domota, Generalsekretär des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes von Guadaloupes (UGTG)

Frage: Warum nimmst Du an der OWK teil und was denkst Du über die Diskussion, die hier geführt wird?

Élie Domota: Für die Arbeiterkämpfer ist es immer wichtig, Kämpfer anderer Organisationen treffen zu können, um sich auszutauschen, aber auch um Kontakte zu knüpfen und die Solidarität zu stärken. In unterschiedlichem Ausmaß und auf verschiedenen Ebenen sind wir alle Opfer der selben Unterdrückung, der selben Deregulierung, Privatisierung, Restrukturierung, des Krieges und der Barbarei. Und es ist wichtig, dass die Arbeiter der Welt sich austauschen können, die sich nur durch ihre jeweilige Kultur unterscheiden, was uns verschieden macht und gleichzeitig bereichert. Es ist also sehr wichtig, dass wir uns treffen, austauschen und – wie man bei uns sagt – ein „lyannaj“ für die Solidarität schaffen, denn für uns, den UGTG in Guadaloupe, ist die internationale Solidarität ein wesentliches Glied im Kampf für die soziale und die nationale Befreiung. Gerade wir bei uns haben Unterstützung durch die Solidarität der IAV, des CICR aber auch vieler weiterer Organisationen weltweit bekommen, als das französische Rechtssystem uns mit zahlreichen Prozessen überzog. Weiterlesen

Beitrag

von Élie Domota, Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes UGTG,

und Gérard Bauvert, Sekretär des Internationalen Komitees gegen Repression (für die Verteidigung der gewerkschaftlichen und politischen Rechte) CICR

Der Aufruf zur Weltkonferenz gegen Krieg und Ausbeutung endet mit der Aufforderung an jeden, „gemeinsam, Schritt für Schritt, ausgehend von unseren jeweiligen Erfahrungen, die politischen Orientierungen auszuarbeiten, um der Arbeiterklasse in unseren jeweiligen Ländern zu helfen, sich gegen die Offensive zu erheben, welche unsere Arbeitergewerkschaften bedroht. Um die Gewerkschaften zu schützen und der organisierten Arbeiterklasse zu helfen, die Aufgaben zu erfüllen, die ihr die Weltlage in jedem unserer Länder auferlegt“.

Eben diese Erfahrung möchten wir anderen vermitteln (…). Weiterlesen

Guadeloupe: Prozess gegen den UGTG-Generalsekretär Vertagung des Prozesses gegen Domota auf den 6. Juli 2017

Am Mittwoch, den 31. Mai, hat das Gericht von Pointe-à-Pitre die Prozesseröffnung auf den 6. Juli 2017 vertagt, weil sämtliche Beweise der Verteidigung nicht vorgelegt worden waren, vor allem das berüchtigte Video, das die angebliche Aggression bezeugt. Weiterlesen

Einstellung des Verfahrens gegen ÉLIE DOMOTA, GUADELOUPE

Der UGTG, Gewerkschaftsbund von Guadeloupe, hat sich mit diesem dringenden Appell an die Arbeitnehmer- und demokratischen Organisationen weltweit Domotagewandt.

Der Generalsekretär des UGTG, Élie Domota, wurde im letzten Oktober von der Gendarmerie von Pointe-à-Pitre (Guadeloupe) vorgeladen. Ihm wurde mitgeteilt, dass von einem führenden Manager von BMW, Präsident des Unternehmerverbandes von Guadeloupe, eine Klage wegen „Anstachelung zu Unruhen“ vorliegt. Am 31. Mai muss er sich vor dem Landgericht in Pointe-à-Pitre verantworten.

Seit dem Generalstreik von 2009 in Guadeloupe, der 44 Tage dauerte, verfolgt der französische Staat die Gewerkschafter und ihren Gewerkschaftsbund UGTG für ihre Inanspruchnahme des demokratischen Grundrechts auf Streik mit Repressionsmaßnahmen. Weiterlesen

Haiti: Romario Dangelo Saint Jean, Kämpfer der Bewegung für die Freiheit und Gleichheit der Haitianer für die Solidarität (MOLEGHAF), wurde am 18. April ermordet.

Aufruf an die Gewerkschaften, Volksorganisationen und politischen ParteienDangelo, die für die Demokratie und die Verteidigung der Menschenrechte einstehen

Am 18. April 2017 um 9 Uhr abends, ging Lebensmittel einkaufen für seine 22-Jährige Verlobte, die ihr 6 Monate altes Baby zuhause hütete. Der 26-Jährige Kämpfer der Bewegung für die Freiheit und Gleichheit der Haitianer für die Solidarität (MOLEGHAF), wurde in der Rue Icard feige ermordet.

Dangelo war am 16. August 2016 von Polizisten im Dienste der UN-Agentur Unops in Fort National mit dem Tode bedroht und angegriffen worden. Sofort begleitete seine Mutter ihn zum Staatsanwalt von Port-au-Prince, um Anklage gegen diese Polizisten zu erheben, die durch öffentliche Proteste als die Mörder von Davidtchen Siméon am 13. August 2016 und Angreifer gegen David Oxygène am 21. August 2016 beschuldigt wurden. Angesichts des Schweigens der Polizei- und Justizbehörden bereiteten die Eltern von Romario Dangelo Saint Jean sich darauf vor, ihn ins Ausland zu schicken, um sein Leben zu retten. Doch die Verzögerung der öffentlichen Behörden des Landes bei der Ausstellung der Ausweise gaben den Mördern von der Nationalen Polizei Haitis (PNH) die Gelegenheit, und sie gingen für ihre Verbrechen straflos aus. Weiterlesen