Vereinigte Staaten: 155 Jahre nach der tatsächlichen Abschaffung der Sklaverei

von Devan Sohier

Am 19. Juni 1865, zwei Jahre nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten, wurden die letzten Sklaven in Texas freigelassen. In mehreren Staaten ist der 19. Juni ein Feiertag, Juneteenth genannt. Mit den Massenprotesten in den Vereinigten Staaten gegen die Polizeigewalt gegen Schwarze hat das Datum in diesem Jahr eine besondere Bedeutung bekommen. Zahllose Demonstrationen mit Märschen, die noch immer mit großer Beteiligung durchgeführt werden, fanden am 19. Juni statt. Die Demonstrationen wurden von einer großen Anzahl von Gewerkschaften unterstützt und sehr viele Gewerkschaftsmitglieder nahmen teil. Die Entscheidung der ILWU, der Gewerkschaft der Hafenarbeiter der Westküste (die die AFL-CIO 2013 verließ), einen Streik am 19. Juni auszurufen, ist ein konkreter Akt der Unterstützung, der die ganze politische Situation kennzeichnet. In den großen Häfen der Westküste in Seattle und Oakland führten Mitglieder der ILWU Märsche tausender Demonstranten an. In Oakland entschied die Polizei, ihre Präsenz auf ein Minimum zu beschränken, und überließ die Organisation des Marsches den gewerkschaftlichen Vertrauensleuten.
Das ist in den Vereinigten Staaten ein wichtiges Ereignis , wo ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung den Gewerkschaften misstraut: obwohl die AFL-CIO immer die Gleichheit zwischen Weißen und Schwarzen in Worten verteidigte, organisierten einige AFL-CIO Gewerkschaften bis in die 1960er Jahre keine Schwarzen, die als überausgebeutete Arbeitskräfte als Bedrohung für die Arbeitsbedingungen der weißen Arbeiter angesehen wurden. Der ILWU Streik, die von vielen Lehrergewerkschaften vertretene Position, die Polizei aus den Schulen zu entfernen, und die anhaltende Debatte über die Zugehörigkeit der Polizeigewerkschaften zur AFL-CIO sind heute umso wichtiger. 

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Kampagne für die Freilassung von Louisa Hanoune

Anbei die Briefe der IAV Nr. 19 mit folgenden Dokumenten:  019 IAV Briefe

Aufruf des algerischen „Nationalen Komitees für die Freilassung von Louisa Hanoune“

Solidaritätsadressen von

* Luiz Inacio Lula da Silva

* Mumia Abu-Jamal, Vereinigte Staaten

Die Antworten von Louisa Hanoune

Aktivisten aus 28 Ländern Afrikas fordern die Freilassung von Louisa Hanoune

Veranstaltung im Heilbronner Gewerkschaftshaus : Solidarität mit der Volkserhebung in Algerien für Freiheit und Demokratie – für die Freilassung von Louisa Hanoune

Berliner Komitee „Solidarität mit dem algerischen Volk – Freiheit für Louisa Hanoune“

 

 

 

 

Erklärung des Treffens von Arbeitnehmern und Jugendlichen aus den USA und Mexiko

  1. Juni 2017, San Diego, Kalifornien (USA)

Nach der Amtseinführung von Trump als US-Präsident wurden die Maßnahmen besonders gegen eingewanderte Arbeitnehmer verschärft. Die Absicht, die amerikanischen Arbeitnehmer je nach ihrer Herkunft zu spalten, liegt klar auf der Hand. Kämpferische Kollegen von beiden Seiten der mexikanischen Grenze haben ihre Kontakte intensiviert, um eine gemeinsame Aktion zu planen. Wir drucken hier die Erklärung eines Treffens ab, das am 17. Juni in San Diego, Kalifornien, stattfand.

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